Kooperation von wissenschaftlichen Bibliotheken und Schulen

(Bericht aus Graz)

Im Lehrplan 2000 für die AHS-Unterstufe wurde erstmals die Nutzung von Bibliotheken verankert: "Mit Ordnungs- und Suchhilfen vertraut werden; Bibliotheken, Medien bzw. andere Informationssysteme zur Erarbeitung von Themen nützen." (Vgl. Lehrplan 2000, Deutsch 1.-4. Klasse)

Damit gewinnt die multimediale Schulbibliothek eine zentrale Bedeutung für das schulische Lehren und Lernen. Der zitierte Passus bezieht sich aber auch auf die Nutzung öffentlicher Bibliotheken. In den letzten Oberstufenjahren sollten und können die SchülerInnen darüber hinaus zu selbständigen NutzerInnen von wissenschaftlichen Bibliotheken ausgebildet werden.

Dazu bedarf es aber:

In dankenswerter Weise hat sich die UB Graz in den letzten Jahren um eine verstärkte Kooperation mit den Schulen bemüht. Die Palette des Angebots reicht von Bibliotheksführungen für Kinder bis zu Fortbildungsseminaren für SchulbibliothekarInnen und AHS-LehrerInnen aller Fächer. Diese Seminare wurden und werden einerseits in Zusammenarbeit mit der ARGE der SchulbibliothekarInnen bzw. dem Bibliothekenservice für Schulen, andererseits mit dem Pädagogischen Institut des Bundes in Steiermark durchgeführt.

Im Herbst 2001 wurde mit 25 LehrerInnen aus den verschiedensten Fachbereichen eine eintägige Fortbildung erprobt: "Information und Recherche. Wie nutze ich optimal die Angebote der UB-Graz?". Das Konzept dafür entwickelten in enger Zusammenarbeit engagierte Bibliothekarinnen und Pädagoginnen. Gerade die Verbindung von qualifizierter Information seitens der Bibliothek und anschließender didaktisch-methodischer Umsetzung unter der Leitung einer erfahrenen Lehrerin konnte die Erwartungen der TeilnehmerInnen erfüllen, wie das positive Feedback dokumentiert.

Folgende Schwerpunkte sind bei dieser Fortbildungsveranstaltung gesetzt worden:

a)Information von der UB-Graz:

b) Pädagogischer Workshop:

Das Interesse der TeilnehmerInnen an der Durchführung eines Fortsetzungsseminars ist groß. In seinem Rahmen wird einerseits der Besuch spezieller Fachbibliotheken gewünscht, zum anderen sollte mit Datenbanken und E-Journals gearbeitet werden.

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass der freie Zugriff auf Internet, auf Datenbanken und E-Journals in den Räumen der Universitätsbibliothek für diese BenutzerInnen sichergestellt wurde, unabhängig davon, ob sie einen Bibliotheksausweis besitzen.

Wünschenswert wäre es, mit anderen wissenschaftlichen Bibliotheken die Erfahrungen bezüglich der Kooperation mit Schulen auszutauschen.

Kontaktpersonen:
Dr. Isolde Müller (UB-Graz) isolde.müller@kfunigraz.ac.at
Dr. Roswitha Karpf (BG und BRG Pestalozzi Graz) roswitha.karpf@pestalozzi.at

Link:
Karpf, Roswitha: Die Faszination von realen und virtuellen Welten – wie SchülerInnen zu NutzerInnen von wissenschaftlichen Bibliotheken werden

Quelle:
Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen & Bibliothekare 54 (2001) 4

 
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