Aufbruch am Bosporus


Wie ist es um die türkische Gegenwartsliteratur jenseits von Orhan Pamuk bestellt? Gastland auf der Frankfurter Buchmesse (15. - 19. Oktober) ist die Türkei - und damit "pamukelt" es noch mehr in den deutschsprachigen Feuilletons.

Wie kein anderer Schriftsteller hat Pamuk seit der Zuerkennung des Nobelpreises vor zwei Jahren das Gesicht der türkischen Literatur nach außen hin geprägt. In den Feuilletons sollte er fortan mehr sein als nur Literat. Pamuk war die erste Auskunftsperson, die darüber berichten sollte, wie weit sich die Türkei schon an Europa angenähert habe. Pamuk selbst wurde gerade die fehlende Trennung zwischen literarischer und politischer Welt fast zum Verhängnis - wie der Prozess um die Beleidigung des Türkentums durch den Roman "Schnee" zeigte.

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